11 Kommentare zu “Metamorphose

  1. Wer im ICE von Frankfurt kommend nach Stuttgart einfährt, sieht aus dem Fenster ein riesiges Gleisareal, über das der Zug langsam auf den Hauptbahnhof zurattert. Ein paar Züge rollen oder stehen auf den Gleisen, ansonsten herrscht Leere. Die eigentliche Stadt liegt im Hintergrund. Die bedeutenderen Standorte blicken von den Hängen rings um den Stuttgarter Talkessel hinab auf eine Stadtmitte, deren Unwirtlichkeit den Besucher erstaunt. Die Mitte ist Unterstadt, sie wirkt – für eine der reichsten deutschen Großstädte – seltsam karg und vernachlässigt. Die Leere des gigantischen Gleisareals fügt sich in eine urbane Situation ohne wirkliche Zentralität. Dazu passt die Umständlichkeit des Bahnhofs: Der ICE muss für die Weiterfahrt nach München den Rückwärtsgang einlegen. Auch für die Regionalzüge gibt es nur ein Vorwärts/Rückwärts. Es handelt sich um einen sogenannten Kopfbahnhof, der keinen Durchgangsverkehr erlaubt. Das macht das Bahnnetz in der Neckarmetropole umständlicher und aufwendiger als in Hamburg, Köln oder Berlin. Gewiss erschwert die Kessellage Stuttgarts eine durchgehende Linienführung, aber die moderne Bautechnik hat schon ganz andere Passagen zustande gebracht.

  2. Dieta, ich muß Dir recht geben. Der Eindruck, den Du schilderst, der stimmt………… Aber hinter dem Bahnhof ist die Stadt absolut nicht unwirtlich…. Sie pulsiert und ist reich an architektonischen und kulturellen Schätzen. Was ich in Stuttgart nicht mag, ist dieser permanente Drang nach Erneuerung. Es werden immer mehr Areale mit bemerkenswert wertvoller Bausubstanz plattgemacht, um neue Paläste in Glas und Beton erstehen zu lassen. Ich liebe diese neue Architektur…….. aber in diesem Ausmaß muß es nun doch nciht sein. So viele Gebäude stehen leer, können nicht vermietet werden…… wieso dann immer neues. Wäre ich Städtebauer, würde ich das alte Gemäuer restaurieren und neu parzellieren, um es als Wohnpotential für Bürger zur Verfügung zu stellen.

    Allen kann man es nicht recht machen…………. und Stuttgart hat so viele schöne Ecken, daß ich mich nicht am Bahnhof weiter aufhalte. Ich fahr eh nur mit dem Auto….!!!!

  3. muss ich mit klarkommen, dass Du mich in Deiner Antwort nicht erwähnst.
    Ich kann nur sagen, das der Stuttgarter Bahnhof für Abreisende und für Durchreisende eine Katastrophe ist.
    Für Ankommende ist er ideal, vor allem dann, wenn man noch herzlich empfangen wird.
    Aber Stuttgarts Zentrum neeeeeee.
    Da schaue ich lieber von der „Neuen Weinsteige“ , vom „Bopster“ oder vom „Besen66“ hinunter in den Talkessel wo sich dann ja die angeblichen architektonischen Schätze verborgen halten, besonders am Abend auf die sogenannte „Neuinszenierung von Stuttgart“.

  4. ich muss mich schnell korrigieren, bevor ich einen Rüffel erhalte es muss heissen „Bopser“ und nicht „Bopster“. Lang ist’s her und einige Namen verschwinden mit der Zeit.

  5. ach Du Münsterländer, wenn Du das nun hier schon so öffentlich monierst, daß ich Dich nicht erwähne, will ich Dir auch eine Antwort hier geben. Du hast Dieta zugestimmt, was soll ich denn da noch erwähnen!!!! Ist ja alles gesagt.

    Und es enttäuscht mich ein bißchen, daß Du Stuttgart nicht in besserer Erinnerung hast…! Jede Stadt hat ihre SChönheiten, aber auch ihre Macken….. und mit den Stuttgarter Macken kann und muß bzw. will ich auch leben. Ich hab ja schon mal den Versuch gemacht, hier wegzugehen…., aber dann hat mich das Heimweh nach hier wieder gepackt.

    Mittlerweile schaue ich über das Chaos mit dem Bahnhof hinweg – ich kann nichts ändern und ich fahre auch seltenst mit dem Zug…., dafür genieße ich immer noch das, was Stuttgart bietet. Und es bietet unheimlich viel…!!!!

  6. naja, wenn Du meinst. es geht mir nicht um den Bahnhof, das ist meines erachtens ein hochgespieltes Übel.
    Ich fand Stuttgart sehr schön, wenn ich von oben in den Talkessel schauen konnte.
    Und…..
    …. wenn ich in einem bestimmten Ortsteil war.

  7. nein – ein hochgespieltes Übel ist der Bahnhof nicht!

    Wo es abzuwägen gibt, macht es Sinn oder nicht, wird es immer ein Dafür und ein Dagegen geben. Projektgegner halten das Projekt für betriebsschädlich, nicht bahnkundenfreundlich, umweltbelastend und überteuert. Sie bemängeln Eingriffe in Umwelt, Grundwasser, Denkmäler sowie privates Eigentum und befürchten eine Beeinträchtigung der Mineralwasservorkommen. So vehement wurde wohl noch niemals gegen eine städtebauliche Maßnahme demonstriert, aber vergebens, denn bei der Volksabstimmung wurde eine Mehrheit für den Bau des Bahnhofes von 53 % erzielt.

    Der Konflikt um Stuttgart 21 lähmte die Landespolitik und spaltete die Gesellschaft länger, als das für Baden-Württemberg gut war. Der Streit um den Tiefbahnhof hatte bei manchen Befürwortern und Gegnern Züge eines Glaubenskriegs angenommen. Menschen würdigten einander persönlich herab. Das doch recht deutliche Abstimmungsergebnis der Volksabstimmung kann einen Neuanfang ermöglichen, wenn alle es akzeptieren.

    So hoffe ich, daß weiterhin viele Menschen Stuttgart genau so attraktiv und liebenswert finden wie ich.

    Mein Stuttgart

  8. das sind alles Bilder nicht aus dem Zentrum von Stuttgart. Der Fernsehturm, der Bärensee, der Blick von oben in den Talkessel, das ist ja alles ok und ich finde die Umgebug von Stuttgart wunderschön, nur das Zentrum – die Stadt achneeeee. Da gibt es viele andere Stadtzentren in Deutschland die ein schöneres Flair haben.
    Sei mir bitte nicht Böse. Ich weiss, Du liebst Dein Stuttgart. Das ist ja auch ok.
    Ich liebe die Umgebung von Stuttgart und habe wunderbare Erinnerungen daran.

  9. ach Du………….. Du mußt ja nicht in Stuttgart wohnen….!!! Der See ist im SChlossgarten direkt hinter dem Schloss! und nicht der Bärensee. Die Kunsthalle ebenso und natürlich das Schloss, elles im Zentrum, aber auch egal…! Jetzt wollen wir nicht weiter die Vorzüge und Nachteile von Stuttgart diskutieren, ich kenne in Deutschland weitaus mehrere Ort, die viel, viel weniger attraktiv sind.

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